Liebe Freunde, ein Update meines Herzens. In unserem Leben geht es, wie bei den meisten Menschen, stürmisch zu und her. Wir werden für eine kurze Zeit unerwartet in die Schweiz geschickt. Absolute Ungewissheit. Unsere mittragende Gebetsfreunde sind unterschiedlicher Meinung. Einige denken für immer, andere hingegen sind zuversichtlich dass es zurück ins gelobte Land geht. Wir selber wussten eine ganze Zeit lang nicht was wir denken sollen. Kritische Stimmen bemängeln, dass jede mögliche Lebenslage von uns mehr oder weniger unter feindlichem Beschuss steht, wenn ich das geistlich formulieren möchte. Das brachte und bringt mich immer wieder in die Situation folgendes zu überdenken:

Was sind die Massstäbe eines Gottgewollten Lebens? Waren den Paulus und Silas nicht in Gottes Willen, dass sie im Gefägnis landeten? Oder Stephanus gesteinigt wurde? Leute von anu Dazumal? Was ist mit all den verfolgten Christen die ihr ganzes Hab und Gut verlieren, ebenfalls im Gefägnis landen, von der Öffentlichkeit ausgeschlossen werden wegen ihres Glaubens? Ja das sind die, die haben nicht selber gewählt. So könnte eine Antwort in dieser Depatte lauten. Oder könnte es einfach sein, dass uns der Wohlstand und die humanistische Denkweise bereits so verblendet haben, dass WIR entscheiden, wie ein Gottgewolltes Leben aussieht?

Ehrlich zugegeben habe ich mich bei meinem Herrn schon mehrfach beklagt. Herr, unser Leben ist alles andere als ein Vorzeigestück. So kompliziert. Das ist wirklich nicht attraktiv. Seine Antwort; Vertrau mir. Noch schreibe ich diese Zeilen in der Ungewissheit wie der Teppich von oben aussieht. Von unten kann ich sagen, so bunt, so chaotisch, so unklar, wenn das mal nicht ein Meisterstück ist. Immer wieder wird bestätigt; unsere Kinder etwa werden als Licht und Salz betittelt in der Schule und Umfeld. Eine Mutter sitzt neben mir auf der Bank und sagt; Marianne wenn du da bist, dann geht es dem Quartier einfach gut. Es ist so viel Friede. Eine andere Frau bemerkt freudig strahlend: weisst du Marianne, ihr seid eine so exotische Pflanze. Und trotzdem habt ihr euch mitten in den Garten gepflanzt. So viele andere Exoten (damit meinte sie andere Jesus-Gläubige Menschen) würden sich auserhalb des Gartens pflanzen. Der Nachbar, der immer wieder ein Stück Papier von irgendwoher zaubert und mit kurzen Zeilen sich für die gute Nachbarschaft bedankt. Es gäbe noch mehr Beispiele. Doch geht es nicht um selbstlob als vielmehr um die Erkenntnis; ausnahmslos alle dieser Aussagen habe ich weder erarbeitet, noch erwartet. Überraschend musste ich feststellen, dass unsere Mitmenschen die Dinge ganz anders wahr nehmen als wir. Sie nennen uns Licht. Zu was sind wir gerufen? Licht zu sein, egal in welchen Um- oder Zuständen… (Matthäus 5.15-16)

Nun könnte eine endlose Aufreihung biblischer Beispiele folgen die für Wohlstand, Gesundheit, sorgloses Leben sprechen. Das Problem? Ich als Schweizerin darf es beim Namen nennen. Humanismus. Ich, mich, meiner, mir, Herr segne doch alle vier. Selber einmal in dieser Denkweise gefangen ist es mir erlaubt, meine eigene Korrektur zu veröffentlichen. Absolute Sicherheit und Kontrolle über jeden Lebensbereich ist niergends so hoch gewertet wie in der ordentlichen Schweiz. Ist daran etwas falsch? Ich denke wäre es nicht, wenn wir denn auswärtige Angelegenheiten nicht mit Privatem vermischen würden. Sicherheit und Kontrolle eines ordentlichen Ablaufs im Alltag, am Arbeitsort, in der Öffentlichkeit, wo wir gegenseitig aufeinander angewiesen sind ist wichtig. Privat gehört die Kontrolle dem Herrn. Ich, mich, meiner, mir – Herr nimm sie alle vier! (Maria Prean). Konsequent müsste davon ausgegangen werden, egal welche Lebenslage mich trifft, egal welcher Weg der Herr für mich vorbereitet hat, egal wohin er mich führt, ich sorge mich um nichts, denn er ist mit mir und für mich. Er ist meine Zuflucht in meiner Not. Ihm vertraue ich, auch wenn meine kleine Welt kopf steht und ich gar nichts mehr verstehe. Er ist meine Gesundheit wenn ich krank bin. Er erschüttert meine Jerichomauern und sie fallen vor ihm. Oder aber mit ihm kann ich über eine Mauer springen. Er, mein Versorger wenn das Einkommen fehlt. Er ist mein Trost in dunkelster Nacht. Er ist für mich, wenn alle gegen mich sind. Bei ihm, durch ihn, mit ihm habe ich alles was ich zum Leben brauche.

Die Bibel ist mein ein und alles. Darum möchte ich der Wahrheit eine weitere Chance geben gelesen und gehört zu werden. Er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen. “ (Markus 6,8) 

Wer dem Herrn nachfolgt weiss nicht was auf ihn zukommt. Aber ich weiss, es ist kein Risiko. Der Herr weiss was wir brauchen. Und er gibt wie und was wir brauchen. Äusserst grosszügig sogar. Nur beantwortet er unsere Bitten nicht immer gemäss unseren Vorstellungen. Wer Schreiner werden will beginnt nicht mit Häuser bauen. Erst holt er sich einige leichte Schrammen, einen Hammer auf dem Daumen, doch das Ziel vor Augen lässt ihn nicht aufgeben. In etwa so verstehe ich die folgenden Verse;

  • Und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld (Ausharren) wirkt. (Jakobus 1.3)
  • Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, da wir wissen, das die Bedrängnis Geduld (Ausharren) bewirkt, das Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung. (Römer 5.3-4)
  • Geduld (Ausharren) aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheissene empfangt. (Hebräer 10.36)

Der Herr selbst hat uns nach Israel geführt. Es gibt immer wieder schwierige Momente geprägt von der Frage, was tun wir hier? Warum tun wir uns das an? Es wäre so bequem einfach alles hinzuschmeissen. Zu flüchten. Der Herr tröstet uns immer wieder in diesen Herausforderungen. Der Feind möchte NICHT dass wir da sind. Der himmlische Vater MÖCHTE, dass wir da sind. Und solange werden wir da bleiben. Liebend, ehrend, einstehend, betend, ausharrend für sein geliebtes, kostbares Volk Israel.

Herzlich aus Jerusalem, Marianne

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