Liebe Glaubensgeschwister, liebe Sinn-des-Lebens Suchende

Sabbat ist zur Zeit ein viel erwähntes Thema in Gemeinden und Predigten. Sabbat wird im alten als auch im neuen Testament sehr oft erwähnt, ein Wort mit signifikanter Bedeutung, unglaublich vielseitig, jedoch ohne Diskrepanz zwischen den Betrachtungsweisen.

Folgender Vers war Anlass, mich mit dem Thema weiter auseinander zu setzen; Hebräer 4.10-11 (Elb);„Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams falle!“

Dieser Vers ist so stark und das ganze Kapitel birgt so viele Schätze, die es zu entdecken gibt. Ich beschränke mich auf nur einen Punkt; Lasst uns eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen. 

Das ganze Kapitel 4 spricht von Sabbat. Somit sind wir in der Gewissheit, dass es sich nicht um die Toten-Ruhe handelt, vielmehr die Ruhe des befreit Sein von Leistung und Werke aus eigener Kraft. Ein Sabbat – Livestyle von 24/7. Doch was bedeutet „eingehen in seine Ruhe“ praktisch? Warum ist das so wichtig?

Jeremia 17.21-22 und 24; „So spricht der Herr; Hütet euch bei eurem Leben, dass ihr am Tag des Sabbats keine Last tragt und durch die Tore Jerusalems herein bringt! Und ihr sollt am Tag des Sabbats kein Last aus euren Häusern herausbringen und sollt keinerlei Arbeit tun! Sondern heiligt den Tag des Sabbats, wie ich euren Vätern geboten habe!“

Es gilt in Erinnerung zu rufen, dass dieser Vers im ersten Bund den Elohim mit seinem Volk hatte, geschrieben wurde. Dank dem Tod Yeshuas am Kreuz und seiner Auferstehung leben wir nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade. Trotzdem lernen wir ganz viel aus dem alten Testament, vielmehr noch es ist das Fundament. Unmöglich das neue Testament ohne Bezug auf das Alte zu verstehen. (Dies als kleine Randnotiz.) Zurück zum Vers. Auf Hebräisch gibt es wörtlich gesehen eine etwas deutlichere Aussage die lautet (V21); „So sagte Yahweh, aufzubewahren/behalten/beschütze deine Seele und nicht ertragen/nicht tragen/nicht tolerieren Last am Tag des Sabbat.“ Spannend dabei ist, dass das Wort Last dasselbe ist, wie David im Psalm 38.5 verwendet; „Denn meine Sünden wachsen mir über den Kopf, wie eine schwere Last sind sie zu schwer für mich.“

Ein weiterer Punkt; Sabbat als Verb auf hebräisch ist „Lischbot“. Bedeutet; aufhören zu arbeiten, streiken. Oben genannte Verse werden in Matthäus 11, 28-30 so zusammengefasst; „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Gerade anschliessend kommt das Kapitel über Shabbat, der Zusammenhang ist also gewährleistet. Matthäus 12.1 „Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saaten, es hungerte aber seine Jünger, und sie fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen…Vers 8; Denn der Sohn des Menschen (in diesem Zusammenhang gemeint Yeshua) ist HERR DES SABBATS.“ (Randbemerkung, Kapitel 12 lohnt sich ganz durchzulesen, da gibt es weitere Möglichkeiten in die tiefe Bedeutung des Sabbats einzutauchen.)

Markus 2,27-28; Und er sprach zu ihnen; „Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen, somit ist der Sohn des Menschen (Yeshua) Herr auch des Sabbats.“

Diese Verse in Markus sind so – wow!! Das Bewusstsein, nicht der freie Tag diktiert uns, vielmehr sind wir aufgefordert zu entscheiden, was wir aus Sabbat machen. Fassen wir mal bisheriges zusammen. Unter dem Gesetz wurde das Volk Elohims aufgefordert ganz praktisch physische Lasten, Arbeiten am Sabbat von sich fernzuhalten. Sich hinzusetzen, zu ruhen. Im Kontext der Gnade finden wir heraus, das Lasten mehr sind als nur körperliche Arbeit. Es sind Sünden; bewusstes Fehlverhalten, böse Gedanken, egoistisches Prioritäten setzen, Stolz ect.- mit der Konsequenz dass wir uns damit selbst gefangen halten. Unsere Selbstansprüche sind vernichtend und menschliches Urteil bewertet Leistung als ungenügend. Die Antwort von Yeshua; „Bring deine Last zu mir. Bring alles was dich kaputt macht, gefangen hält, – ich tausche das gegen Vergebung, gegen Liebe, gegen Ruhe. Du bist dazu geschaffen, befreit zu sein von diesen Dingen durch mich. Denn ich BIN Sabbat. Ich habe die Herrschaft und das Wollen darüber, dir diese Ruhe zu schenken.“

Ist das nicht schon „Mind-Blowing“? Ich bin so begeistert. Diese Erkenntnis kündigt neue innere Freiheit an. Halleluja. Damit nicht genug. Tauchen wir nochmals ins Hebräische ein. So lautet Matthäus 11, 28-29; „Kommt zu mir alle Arbeitskräfte/Beladenen/Belasteten/Beschäftigten und ich werde erfinden/sich vertragen/präsentieren dir „Menucha“ – englisch; rest, calm, serenity (deutsch etwas plump; Ruhe)!“ In Vers 29 wird für das Wort Ruhe „Margoa“ verwendet. Ein „Überbegriff“ für die Wörter; „Menucha“, „Shalom“, „Sheket“. Auf Deutsch übersetzt; Trost, Frieden, Entspannung, Ausruhen, Stille, Ruhe.

Fällt dir etwas auf? Körperlich, geistlich, seelisch; für alle Bedürfnisse ist gesorgt. Vollumfängliches Angebot in diese Ruhe einzutreten.

Eine Bestätigung dieses vollständigen Angebotes finden wir in Lukas 13. Eine Frau wurde vom Geist der Schwäche befreit und eine körperliche Heilung und Wiederherstellung war die Folge. (V.11-13) Da es Sabbat war, wurde der Synagogenvorsteher „unwillig“, an Sabbat solle nicht gearbeitet werden. Yeshuas Antwort; V16 „Diese (die geheilte Frau) aber, die eine Tochter Abrahams ist (da wird ihr Glaube angesprochen), die der Satan gebunden hat, siehe, achtzehn Jahre lang, sollte sich nicht von dieser Fessel gelöst werden am Tag des Sabbats?“ (Halleluja)

Markus 3.1-5 und Lukas 14.1-6 sind weitere Heilungsgeschichten an Sabbat.

Rufen wir uns ins Bewusstsein, dass Sabbat noch viel mehr beinhaltet, was wir nicht genauer betrachtet haben. Doch bete und wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass du neue Hoffnung fasst in Yeshua dem Messias, dass du Sabbat neu halten willst, darauf liegt ein grosser Segen. EIFRIG in seine Ruhe einzutreten bedeutet, was dich gerade stresst im Alltag, bringe es ihm. Nicht erst am Abend, wenn du Zeit für ein Gebet hast. Deine Sorgen, deine Krankheiten, deine Umstände, egal was auch immer eine Belastung darstellt für dich, lade sie ab. Wie wir in den obigen Versen gelesen haben. Streike, dich Sorgen hinzugeben, lehne sie ab. Sag stattdessen; „Yeshua ich lege es in deine Hände. Du hast mich aufgefordert mich nicht zu sorgen, also ist es ab sofort DEIN Problem.“ (Und dann handle auch danach.) Das habe ich schon so oft gemacht und glaube mir, manchmal braucht es Ausharren, Geduld, aber noch nie hat der Herr mich im Stich gelassen. Amen!! Wende dich bewusst ab von sündigem Verhalten. Manchmal hadere ich mit ärgerlichen Gedanken anderen Menschen gegenüber. Doch erinnert mich der Heilige Geist immer wieder daran, in göttliche Ruhe einzukehren. Weisst du, oben in Matthäus 11, heisst es, wir sollen von Yeshua zu lernen. Was genau? Sanftmut und Demut. Meine Erfahrung; Demut bedeutet, abzugeben. Anzuerkennen dass ich Hilfe brauche. Immer wenn ich Loslasse, erhalte ich stattdessen Frieden. Ruhe. Sabbat. Ein Sabbat – Livestyle 24/7.

Ist nach dieser Erkenntnis also Shabbat als Tag aufgehoben? Nein. Im Jesaja 66, 23 lesen wir; „Und es wird geschehen; Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch (Menschen) kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.“

Auch Yeshua nutzte den Sabbat für Gemeinschaft in der Synagoge und dort zu lehren. Die Woche ist meist überbesetzt an Terminen. Geniessen wir also den Tag der Chance, wieder in diese Ruhe zurück zu kehren, zurück zur Ruhe zu finden. Und aus diesem göttlichen Frieden heraus wieder in die Woche zu starten.

Noch eine letzte Anmerkung; Ruhe hat nichts mit „Nichtstun“ zu tun. Im Gegenteil. Vielleicht durftest du schon erleben, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Ort das richtige gesagt oder getan hast? Und wie du dich danach stärker gefühlt hast, obwohl es dich vielleich viel Energie gekostet hat? Wenn du aus der Kraft, dem Impuls vom heiligen Geist heraus lebst, wird das Leben spannend. Mit wachsendem Vertrauen in Yeshua und seiner Liebe zu dir schwinden Ängste und Energieraubendes. Lerne und übe hinein zu wachsen in diese Ruhe. Das geht nicht von heute auf morgen. Bei mir jedenfalls nicht. Aber jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein Sieg.

 

Herzlich aus Jerusalem und seid gesegnet.

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2 Responses
  1. Claudia Fischer

    Ein ganz wunderbares Zeugnis über den Shabbat, das du erfahren hast. Das ermutigt mich sehr in diese Ruhe einzugehen.
    Bis mega gsägnet…🤗💖

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