#NeverAgain

Yom HaShoah

Wenn mitten im alltäglichen Gewusel auf einmal die Sirenen erklingen, ein jeder an Ort und Stelle innehält, Autos, Busse und Trams trotz grüner Ampel nicht weiterfahren – dann ist Yom HaShoah oder zu deutsch Holocaust Gedenktag.

Während zwei Minuten steht der Alltag still und Israel gedenkt der Opfer des Nazi-Regimes während des 2. Weltkriegs.

Wir empfehlen euch das Video mit Lautsprecher anzusehen.

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Juden (davon 1'000'000 Kinder)
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Roma & Sinti
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Opfer des rassenhygiene Gesetzes
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Nichtjüdische Zivilisten, KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter, Deportiert
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Sowjetische Kriegsgefangene

Hintergrund

Alles begann mit der Machtergreifung der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands und der damit verbundenen Hauptfigur Adolf Hitler.

Zu Ende der Schreckensherrschaft der Nazis stand die erschreckende Zahl von, je nach Quelle, 13’110 000 bis knapp 13’400 000 Opfern der „deutschen“ Massenverbrechen.

Nicht nur Juden waren dem Regime ein Dorn im Auge. Auch Romas/Sinti und Opfer des sogenannten Rassenhygiene Gesetzes* wurden zu tausenden ermordet.

6’000’000 Juden (davon ca. 1’000’000 Kinder)
219’600 Roma/Sinti
250’000 Opfer des Rassenhygiene Gesetzes
3’340’000 Nichtjüdische Zivilisten, KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter, Deportiert
3’300’000 Sowejtische Kriegsgefangene

* Die Opfer der Rassenhygiene waren physisch, psychisch, sensorisch (Taubheit, Blindheit) und besonders geistig behinderte Menschen, sogenannte „Asoziale“ und „Fremdrassige“.

Das hier und Heute

Eine Erinnerung an Yom Ha Shoa 2019

Als Büroteam haben wir uns während dem Sirenenschall auf dem Dach des Gebäudes versammelt und den Ermordeten gedacht. Im Anschluss daran fand im Meetingraum eine kleine Zeremonie statt. Juden, Christen, Moslems versammelt an einem Tisch.

Von den 20 Anwesenden im Alter zwischen 20 und 60 haben 18 Personen direkte Verwandte im Holocaust verloren. Geschichten über die Internierung in Ghettos, Flucht, Tod und in seltenen Fällen Überleben werden geteilt und Kerzen im Gedenken an die Ermordeten angezündet. Eine Kleine aber verbindende und emotional erschütternde Zeremonie zu deren Ende manch einer mit Tränen in den Augen auf seinem Stuhl sitzt.

Im Gedenken an die Opfer hat ein bekanntes jüdisches Sängerpaar das Lied Ani Maamin (I Believe) neu aufgenommen.

Untertitel:

Es war 1942 und David Azriel Fastag war auf einem Zug, welcher ihn ins Todescamp Treblinka brachte. Er war bekannt als „Chazzan“ (Vorsänger in der Synagoge) mit einer wunderbaren Stimme. Inmitten des Leidens und Leids im Zug „komposierte“ er die Melodie zu den Worten „Ani Maamin“.

„Ich glaube mit vollkommenen Glauben an das kommen des Messias und wenn es scheint das er verspätet kommt, so warte ich jeden Tag auf IHN.“

Azriel David begann, zuerst mit leiser und dann immer lauter werdenden Stimme, das Lied zu singen. Kurz darauf sang jeder auf dem Zug mit ihm. Er sagte dann, dass er die Hälfte seines himmlischen Erbes jedem geben würde, der diese neue Melodie zu seinem Rabbiner (der sich frühzeitig nach Amerika retten konnte) nach New York tragen würde. Zwei junge Männer sprangen vom Zug. Einer wurde umgehend getötet der andere schaffte es nach New York zum Modzitzer Rebbe und sang ihm die Melodie aus dem Zug vor. Der Rabbiner war tief bewegt und sagte seinen Anhängern: „Mit dieser Melodie gingen Sie in die Gaskammern und mit dieser Melodie werden wir marschieren um den Messias zu begrüssen.“