niemals

Liebe Glaubensgeschwister, liebe Sinn-des-Lebens Suchende

Ein gewagtes Unterfangen das mir zum Segen wurde. Ich hoffe dir auch.

Grundsätzlich konnten meine Eltern mich nur schwer in meiner Begeisterungsfähigkeit bremsen. Alles was mit Menschen zu tun hatte und meine Hände zum Einsatz kamen, erfreute mich. Entsprechend war mein Leben von Vereinsaktivitäten gefüllt und der Entscheid welche Lehre ich tatsächlich starten sollte, viel mir sehr schwer. Zu gross die Auswahl.

Meine Sichtweisen sind eher schwarz – weiss. Grauzonen bei anderen zu akzeptieren fällt mir nicht so schwer, meine eigenen auszuhalten dafür sehr. Aufgrund dieser Haltung, war die Kehrseite meiner Begeisterungsfähigkeit auch die klare Sichtweise, was für mich nie – aber wirklich niemals im Leben in Frage käme.

Nun bin ich 34 Jahre alt und habe selbstverständlich viele ausgesprochene NIEs vergessen. An einige wenige  konnte ich mich jedoch noch erinnern und habe sie aufgeschrieben. Antrieb dazu war die Erkenntnis, dass das Sprichwort; „Sag niemals nie“ oder „Unverhofft kommt doch oft“ zur Realtiät wurden. Mehr und mehr an Situationen herangeführt die ich aus tiefstem Herzen nie wollte, löst sich der Schleier des Vergessens. Erinnerungen werden wach. Erinnerungen an Orte und Zeitpunkte wo ich mir selber sagte; „Niemals“.

Beispiel; „Niemals würden wir mit kleinen Kindern reisen, dieser Stress, diese Zumutung, was hat das Kind davon in der ganzen Welt herum zu reisen – geht gar nicht.“So unsere harte Kritik gegenüber Eltern bevor wir selber Eltern wurden. Unsere Älteste war gerade mal 2 Wochen alt als sie das erste mal in ihrem Leben für knappe 4 Stunden in einem Flieger war. In ein Land das stickig, heiss, unübliches Essen (veränderte Muttermilch), lärmig ist und doch so geborgen, weil immer im Tragetuch der Mutter und somit am Herzschlag der Liebe und Vertrautheit. Mit all unseren kleinen Kids flogen wir hin und her.

Ich startete diesen Blog mit; Ein gewagtes Unterfangen. Ein Unterfangen alle meine Niemals im Tagebuch festzuhalten mit dem Ergebnis, dass es fast eine A4 Seite umfasst und über 90% doch wurde. Es ist gefährlich, das Negative zu schüren, ohne die Wahrheit darüber zu kennen. Beinahe hätte mich der Feind Satan erwischt mit der Frage; liebt dich Gott tatsächlich, wenn er so gegen deinen Willen handelt? Respektiert er dich nicht? Er will dir eins auswischen… ect. Im ersten Moment wusste ich keine Antwort auf diese Lügen. Dank der Gnade Yeshuas durfte ich im Vertrauen festhalten, dass SEINE Gedanken, Gedanken des Friedens und nicht des Leids sind. (Jeremja 29.11) Ich habe trotz innerer Zerissenheit, mich meinen „niemals“ stellen zu müssen, daran festgehalten, dass es nicht ohne Grund ist. Der Herr selbst ist Anfänger und Vollender des Glaubens. ER hat mich befähigt festzuhalten an ihm und mein riskanntes Unternehmen zu seinen Gunsten zu wenden.

Vor ein paar Tagen verstand ich endlich folgendes; WEIL der Herr mich so ernst nimmt, WEIL er meine Wünsche kennt, WEIL er mich so liebt, hat er die Grösse, Kraft, Geduld, Gnade mich mit meinen „never ever“ zu konfrontieren. Lasse mich dir das Erklären und sei gesegnet durch Veränderung deiner Sichtweise.

Ich habe aufrichtig gebetet, Herr, dich möchte ich kennen lernen. Dir möchte ich folgen. Du hast mein ganzes ICH. Ich will dich erleben, dir begegnen. Lasse meine Liebe zu dir wachsen. – Und genau diese Gebete hat der Herr gehört, ernst genommen und erfüllt meine Wünsche. Nicht meiner Vorstellung gemäss. Viel Besser. Und so einfach ist die Erklärung. Mein „Niemals“ resultiert aus Angst vor Dingen ausserhalb meiner Komfortzone, ausserhalb meines Kontrollbereichs, ausserhalb meiner Fähigkeiten, ausserhalb meiner Logik/meines Verständnises von Gut und Böse. Also Orte die sich hervorragend dazu eigenen, dass Yeshua sich mir zeigen kann ohne das mein menschliches ICH ihm in die Quere kommt. Seine Liebe ist so gross, doch ich kann sie vorallem dort in einem übernatürlichen Mass empfangen, wo ich in voller Offenheit, vollkommener Abhängigkeit IHM begegnen kann. Die seelische, geistliche, körperliche Abhängigkeit die mich auf die Knie bringt und ringt. Die in grosser Verzweiflung zum Himmel Schreit und um Antwort bittet – aber auch Antwort erhofft, glaubt, erlebt.

Wäre Yeshua nicht gnädig gewesen und hätte er mich nicht mit meinen „nie“ konfrontiert, wäre mir auch ein grosses Mass an Erkenntnis seiner Liebe zu mir verwehrt geblieben. Es ist sein grösster Liebesbeweis in Kauf zu nehmen, dass ich wütend bin auf ihn wenn es nicht geht wie ich möchte. Meine Rebellion auszuhalten. Mit mir zu streiten, kämpfen. Um dann in demütigem Sieg über meine Kapitulation mich an sein Herz zu ziehen und zu zeigen was er für mich bereit hält. Nämlich erfüllter Lobpreis durch seine Gegenwart. Friede über unbeantwortete Fragen. Glauben an Unmögliches. Zunahme an Vergebung und Barmherzigkeit. Gestärkter Glaube. Meine Hingabe zu ihm ist leidenschaftlicher geworden, weil mich seine Liebe zieht.Über diese Erkenntnis kann ich nur weinen vor Glück. Sie lässt mich hoffen, mehr und mehr konfrontiert zu werden mit Dingen, die ich nicht mag oder vor denen ich mich gar fürchte. Die ich nicht einsehe oder gegen die ich mich sträube. Denn genau dort begegne ich Yeshua selbst.

Sei aus tiefstem Herzen gesegnet

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1 Response
  1. Antje+Meier

    Danke meine wundervolle, geliebte Tochter für den Segen, den du weitergibst. Du bist selbst ein Segen für mich….liebe dich von tiefstem 💖

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