Gnade

die erste Blüte...

Liebe Glaubensgeschwister, liebe Sinn-des-Lebens Suchende,

vor einiger Zeit erlebte ich ein wunderschönes Beispiel was Gnade im tiefsten Sinne des Wortes bedeutet. Denn als bibelgläubige Menschen wissen wir, Gnade bedeutet unverdiente Gunst – meine Sünden sind mir vergeben, auch wenn ich das gar nicht verdient habe. (Es gibt empfehlenswerte Bücher von Beispielsweise Josef Prince über Gnade.)

Gunst ist jedoch so viel mehr: Unser Jüngster riss in einem fremden Garten ein Stück Geranie ab. Mutwillig. Korrigieren notwendig. So meine Frage an ihn; „Was machen wir nun mit dem Stück Geranie?“ Beschämt murmelt er;“weiss es nicht…“ Ich ordnete an dass er dafür sorgen muss, dass die Pflanze wieder Lebensraum bekommt. Für Yinon bedeutete dies ein kleiner Behälter mit Wasser. Gesagt, getan.

Nun, was ich weiss weiss er noch nicht. Geranien wachsen je nach dem nach. So steckte ich dieses Ding in frische Erde und nur zwei drei Monate später wuchsen wunderschöne pinke Blüten.

Eines Abends bestaunte ich also mit meinen Bub die neue Pflanze. Wir reflektierten was Geschehen ist. Da war etwas dummes passiert und volkommen kaputt. Doch es ist die Gnade des Herrn, nicht nur wiederherstellen zu können, nein, die Blume entwickelte sich prächtig und nahm zu an grösse und schönheit. (Bis ich sie mangels zuwendung vertrocknen liess – es war einfach zu heiss auf dem Balkon. Aber auch da, ein kleines Stück konnte ich retten, der Herr hat ein zweites mal Gnade walten lassen und es sind bereits neue Triebe am Steckling.)

So ist es bei unserem himmlischen Vater. Dumme Dinge geschehen eben unter uns Menschen. Die Frage ist, was wir damit tun. Unser Sohn wird keine Blumen mehr ausreissen. Seine Begeisterung sich um dieses abgerissene Stück (in diesem Moment wertloser Grünabfall) bemühen zu müssen hielt sich arg in Grenzen. Aber ich bin mir sicher dass er das Prinzip „unverdiente Gunst“ verstanden hat.

Von Herzen aus Jerusalem, Marianne

...mein zweiter Versuch