Vorbereitung

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete zu einem gelungen Schulstart. Kräftiges Kopfnicken der Leserschaft. Zettel zücken, einkaufen, bereitstellen. So ginge das in der bequemen Schweiz. Es wäre nicht Israel, wenn es nicht furchtbar aufwändig und kompliziert wäre. Die erste Herausforderung; Zettel entziffern. Da sind Dinge zu besorgen wie Zählramen, unbekannte Geometrie – Artikel, Büchlein X und Y, Zeichenpapier mit Gewichtsangaben des Papiers, genaue Vorschriften der Schreibmaterialien usw. Die Liste umfasst bescheidene zwei A4 Seiten. 

 

Einmal mehr müssen wir Expertinnen beiziehen. Mit übersetzen, informieren und persönlicher Begleitung in diverse Geschäfte stehen sie uns zur Seite. Selbstverständlich wäre der Aufwand zu Gering, wenn alles in dem selben Laden erhältlich wäre. Also klappern wir Geschäft für Geschäft ab um unserer Aufgabe Herr zu werden. 

Heimaturlaub in der Schweiz um diese Liste ab zu arbeiten, ist eine nette aber vergebene Idee. Hebräisch ist „verkehrt“ rum. Die Bücher, Hefte, Mäppchen, Ordner ect. werden von „hinten“ geöffnet. 

 

Eine weitere Vorschrift der Schule – Dresscode. Die Kinder dürfen nur mit dem Keshet – Schule – Logo (siehe Foto) bedruckten Kleidungsstück im Unterricht erscheinen. Aktuell haben FOX und andere Kleiderläden eine Wand voll von T-Shirts in uni. Alle Grössen und eine breite Farbpalette. Einkaufen, bezahlen, der Bedienung das Logo mitteilen, T-Shirts vor Ort drucken lassen. Eine Sache von ca.10 Minuten. Hosen, Röckli, Strump, Leggins, untenrum ist freie Wahl. Im Winter werden dann auch Pulli und oder Jacken mit dem Logo versehen. 

Zwei dunkelblaue T-Shirts sind für den Turnunterricht – gemäss Vorgabe, zwei Weisse für alle zeremoniellen Anlässe. Wir lassen uns überraschen. 

 

Während wir nun alle Richtlinien berücksichtig haben studiere ich darüber nach, zwei Etuis zu nähen, dass Yahel die Filzstifte und Neocolor übersichtlich aus und wieder zusammen rollen kann. Unsere Träumerin braucht Übersicht. Schnell schnell funktioniert nicht. Mir bleibt eine Woche. Mit alten Küchentücher und Stoffresten, einer Vorlage von Pinterest, sollte diese Idee realisierbar sein. An die (Näh-)Maschine, fertig, los…