Schulstart Yahel 2

Schulstart Yahel 2

Fein säuberlich und mit aller grösster Mühe übersetzten wir Linie für Linie und packten zusammen, was unsere vorhergegangenen Einkäufe eben her gaben. Leider gab es da so einige Differenzen. So haben wir Linienhefte eingekauft mit 14 Linien. Vorgabe sind aber 10 Linien. (Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass wir externe Hilfe beanspruchten bei den Einkäufen…)Weiter wird zum Beispiel ein Mathe-Heft verlangt, das anders aussieht als unseres, anders betitelt ist. Gott sei Dank war Donnerstag Nacht. Einen Tag blieb, alle fehlerhaften oder fehlenden Einkäufe noch zu tätigen. 

 

DER GROSSE TAG. (01.Sept.19). Wir fühlten uns wirklich gut vorbereitet. Ich begleitete die zwei Kleinen in den Kindergarten. Papa Pascal schleppte sich mit allen Heften in die Schule, im Schlepptau Yahel. Beim Schulhaus angekommen, der direkte Weg zur Lehrerin. Etwas hilflos hielt er ihr die 8 Mathe Heften unter die Nase mit der Bitte, eben DIE ZWEI heraus zu suchen, die es benötigen würde. Die Restlichen 6 mutieren dann wohl zu Staubfängern. Das gleiche Verfahren mit Büchern, Büchlein, Schreibheften, ect. Geduldig ging „Fachfrau der Unterlagen“ mit Yahel alles mitgebrachte Material durch und sortierte aus. Ein kleiner Trost bleibt. Zumindest ist vorläufig nichts mehr ausstehend, alles ist nun korrekt und vollständig vorhanden. Yahel hat sich auf anhieb mit dem Schulsystem angefreundet, fand schnell Kameradinnen und kommt mit ihrem Hebräisch gut zurecht. Wenn das mal kein gelungener Schulstart ist….(Nachtrag; 20.Sept., falscher Trost; die Liste der Einkäufe ging weiter mit Malkasten, Feuchttücher ect. Ein Ende ist vermutlich noch nicht in Sicht. Doch Yahel ist immer noch sehr glücklich und findet Geula die beste Lehrerin überhaupt.)

Was gefeiert werden kann, wird gefeiert. Das lässt sich kein Israeli nehmen. So war es wenig überraschend, eine faszinierende Veranstaltung vorzufinden unter dem Moto; Schulstart. Musiker, Jongleure, Clowns ect. wurden aufgeboten um die Neuankömmlinge herzlich zu empfangen. Eine ganze Woche lang durften die Jüngsten (drei 1.Klassen à mind.30 Kinder) die Begleitung der Schüler aus der 6.Klasse erwarten, die sie in die unterschiedlichen Räumlichkeiten führten und mit Rat und Tat zur Seite standen. Am Ende der Woche wurden die Schützlinge von den älteren Klassen gebührend gefeiert mit einstudierten Tänzen, mutmachenden Worten und Krone auf dem Haupt.