Luka 2/3

Grundsätzlich sind wir seit knappen drei Monaten auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug für unsere Grossfamilie. Freunde denken und diskutieren mit. Es beginnt der Kampf der Möglichkeiten. Der Schlaf muss einer Gedankenschlacht weichen. Welches ist nun die geeignete Variante für ein Gefährt? Kaufen, leasen, mieten? Wie auf dem Shuk wird in der eigenen Gedankenwelt verhandelt, gewichtet, verglichen, wieder über den Haufen gekehrt, gezählt, gewogen, geteilt. Es ist zum Verrückt werden. Am Morgen ein Entscheid. Leasen. Zusammen mit einem Hebräischsprechenden steuert Pascal eine Garage an. Fast überfordert von diversen guten Angebote am Schluss die alles entscheidende Frage; sind sie Staatsbürger? (Anders formuliert, haben sie eine TZ Nummer? Vergleichbar mit der Schweizer AHV Nummer) Nein, sind wir nicht. Dann werden wir auch keinen Vertrag ausstellen. Gut, leasen ist also gegessen. Neuer Entscheid, Langzeitmiete. Ein kurzer Kostenüberschlag – katastrophal. Bis Ende des Jahres wäre mit dem bezahlten Betrag ein Auto gekauft. 

Eine weiter Option wäre, den Vertrag via Arbeitsgeber abzuschliessen. Zuerst ein ja, dann ein Nein, wieder ein ja der Geschäftsleitung. Parallel zu diesen unentschlossenen wenn, ja, aber, vielleicht – immer wieder mal ein Blick auf Yad2. Die israelische Internetplatform welche wir in der Schweiz „Brocki“ nennen würden. Alles ist erhältlich, von Qualitätsware bis hin zu – lassen wir das. Zig Autos die einen neuen Besitzer suchen. Ein 7Pläzer eine Rarität, kaum erhältlich oder in eher desolatem Zustand. Woche für Woche beschäftigt sich mein Mann mit Telefonaten und Garagenbesuche. In Begleitung stehts eine helfende Hand, ein ideenreicher Kopf, ein Übersetzer. Die Erfolge reduzieren sich auf immer mehr Perspektive, das Ganze beginnt zigfach von neuem mit verhandeln, gewichten, vergleichen, wieder über den Haufen kehren, zählen, wiegen, teilen…Bis zum Tag X.