Cadureschet

Cadureschet. Wie könnte ich euch meine neue Leidenschaft vorenthalten. Nicht sicher, liegt es an der Sportart oder einfach an der Möglichkeit mit ganz tollen Müttern Zeit zu verbringen, nicht and Windelwechsel und Aufräumen zu denken und körperlich voll zu investieren.

Cadureschet ist dem Volleyball ähnlich. Der Hauptunterschied liegt darin, dass der Ball abgefangen wird und bis zu 2,5 Schritte getätigt werden dürfen. Das hält das Spiel unglaublich dynamisch. Täuschungsmanöver, rasante Ballwechsel, hohe Sprünge erfordern einen klaren konzentrationsfähigen Kopf. Ein Spiel das Jung und jung gebliebene fit hält.

Eine halbe Saison (5Monate) liegen hinter uns. Erfolgreich sind wir beim letzten Sieg aufgestiegen und spielen nun Elijon. Bedeutet so viel wie Höchster, in unserem Fall also höchste Liga. Wir geniessen einige extra Trainigs und werden eingeladen zu Freundschaftsspielen. Diese mag ich besonders, da sie ohne Druck sind. Gewinnen wollen wir natürlich trotzdem. 

Mein Cadureschet, meine Gebetserhörung. Die Aussichtslosigkeit mein Hebräisch zu vertiefen verlangte nach Gebet. Die Antwort hätte wohl nicht besser sein können. Ein Trainingsabend ist wie ein hebräisch gesprochener Film mit englischem Untertitel… mittendrin; 183cm Bohnenstange mit geschätzter Schweizer Qualität.

Leider wurden seit Beginn März sämtliche Spiele und seit mitte März auch sämtliche Trainingsabende untersagt. Unsere wunderbare Gruppe teilt Freund und Leid des Alltags nun via Whatsapp und Zoom. Kurzvideos spornen zum gemeinsamen Sporttreiben zu Hause an. Diese haben sich aber nicht wirklich durchgesetzt. Konsequent wird jedoch ca. 2mal wöchentlich das Weinglas erhoben. „Le Chaim“  – auf das Leben, die Gesundheit, unsere Mannschaft, unseren Coach, unsere Freundschaft, auf das baldige Ende dieser verrückten Isolation…

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